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Black Friday Fake-Rabatte erkennen: So prüfst du, ob ein Angebot echt ist

Dieses Bild wurde mit KI erstellt oder bearbeitet.

Von cheqit.de Redaktion

Sind Black-Friday-Rabatte echt? Was Preisstudien zeigen, was UVP und Streichpreis bedeuten und wie du ein Angebot in fünf Schritten prüfst.

Sind die Rabatte am Black Friday echt?

Teilweise. Laut idealo-Preisstudie waren am Black Friday 2024 rund 73 Prozent der untersuchten Produkte günstiger als im Vormonat, im Schnitt aber nur um 7 Prozent. Hohe Prozentangaben beziehen sich oft auf die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers. Ob ein Angebot gut ist, zeigt erst der Vergleich mit dem bisherigen Preis und mit anderen Shops.

Wie viel spart man am Black Friday wirklich?

Deutlich weniger, als die Werbung nahelegt. Das Preisvergleichsportal idealo hat für den Black Friday 2024 mehr als 10.000 Produkte aus den 100 beliebtesten Kategorien ausgewertet. 73 Prozent waren günstiger als im Vormonat, die durchschnittliche Ersparnis lag bei 7 Prozent. Für den Black Friday 2023 ermittelte idealo 6 Prozent. Nur etwa jedes zehnte Produkt war damals um 20 Prozent oder mehr reduziert.

guenstiger.de kommt in einer eigenen Auswertung von rund 240 beliebten Produkten für 2024 auf durchschnittlich 3 Prozent Ersparnis, nach 5 Prozent im Jahr 2023 und 10 Prozent im Jahr 2022.

Preisentwicklung am Black Friday 2024 gegenüber dem Vormonat laut guenstiger.de
Preis am Black Friday 2024 Anteil der Produkte
günstiger als im Vormonat 58 Prozent
gleich teuer 18 Prozent
teurer als im Vormonat 24 Prozent

Was bedeutet UVP und warum täuscht der Streichpreis?

UVP steht für die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers. Sie ist eine Empfehlung, kein Preis, den der Händler verlangt haben muss. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass viele Sparpreise an Aktionstagen auf einem Vergleich mit der UVP beruhen und dass kaum ein Händler diese als Mondpreise bekannten Empfehlungen tatsächlich kassiert.

Ein Rabatt von 40 Prozent auf die UVP sagt deshalb nichts darüber, ob das Produkt heute günstiger ist als vor vier Wochen. Achte auf die Fußnote am Streichpreis: Steht dort UVP oder der zuvor vom Händler verlangte Preis?

Welchen Vergleichspreis muss ein Händler angeben?

Seit dem 28. Mai 2022 gilt § 11 der Preisangabenverordnung. Wer gegenüber Verbrauchern eine Preisermäßigung für eine Ware bekannt gibt, muss den niedrigsten Gesamtpreis der letzten 30 Tage vor der Ermäßigung angeben. Die Regel soll unter anderem verhindern, dass ein Preis kurz vor einer Aktion angehoben wird, um den Rabatt größer wirken zu lassen.

UVP als Streichpreis: rechtlich umstritten

Ob ein Händler die UVP pauschal als durchgestrichenen Vergleichspreis verwenden darf, beurteilen Gerichte laut Verbraucherzentrale unterschiedlich. Zuletzt hat das OLG Köln diese Art der Werbung als zulässig bewertet. Für dich heißt das: Ein Streichpreis ist nicht automatisch der frühere Preis des Händlers.

Werden die Preise vor dem Black Friday erhöht?

Viele Käufer vermuten das: In einer idealo-Umfrage gingen 69 Prozent der Befragten davon aus, dass Händler ihre Preise kurz vor dem Black Friday anheben. Auch Verbraucherschützer nennen vorherige Preiserhöhungen als möglichen Trick.

Belegt ist, dass nicht alles billiger wird: Laut guenstiger.de war 2024 knapp jedes vierte untersuchte Produkt am Black Friday teurer als im Vormonat. Ob das im Einzelfall Absicht war, lässt sich daraus nicht ablesen. Sicher erkennst du es nur am Preisverlauf des jeweiligen Produkts.

Welche Tricks gibt es am Black Friday?

  • Rabatt auf die UVP: Der Nachlass wird gegen die Preisempfehlung des Herstellers gerechnet, nicht gegen den bisherigen Verkaufspreis.
  • Countdown und knappe Bestände: Die Verbraucherzentrale Bayern rät, sich von ablaufenden Uhren und sinkenden Lageranzeigen nicht zu einem übereilten Kauf drängen zu lassen.
  • Ladenhüter und Auslaufmodelle: Hohe Nachlässe gibt es laut Verbraucherzentrale Bayern oft nur für Ladenhüter. Die Stiftung Warentest nennt als Beispiel Laptops mit veralteter Technik.
  • Versandkosten: Die Verbraucherzentrale empfiehlt, mögliche Versandkosten vor dem Kauf zu prüfen.
  • Fake-Shops: Betrügerische Shops nutzen die Aufmerksamkeit rund um die Aktionstage. Dazu mehr weiter unten.

Wie prüfe ich ein Black-Friday-Angebot?

Black-Friday-Angebot in fünf Schritten prüfen

  1. Genaue Modellbezeichnung notieren

    Vergleiche nur identische Produkte. Achte auf Modellnummer, Größe, Farbe und Ausstattung.
  2. Bezugspreis prüfen

    Lies die Fußnote zum Streichpreis: UVP des Herstellers oder früherer Preis des Händlers?
  3. Preisverlauf ansehen

    Vergleiche den Aktionspreis mit dem Preis der letzten Wochen. Die Verbraucherzentrale rät bei größeren Anschaffungen zu einem längerfristigen Preisvergleich.
  4. In zwei Preissuchmaschinen vergleichen

    Laut Verbraucherzentrale lohnt sich der Kauf erst, wenn sich das Angebot in zwei Preissuchmaschinen nicht unterbieten lässt.
  5. Gesamtpreis und Rückgabe klären

    Rechne Versandkosten ein und lies vor dem Kauf nach, welche Rückgabebedingungen gelten.

So hilft dir Cheqit

Für jedes Produkt zeigen wir den Preisverlauf der letzten 30 Tage und markieren Tiefpreise. So siehst du, ob ein Aktionspreis wirklich niedriger ist. Mit dem Preisalarm legst du deinen Wunschpreis fest und bekommst eine E-Mail, sobald ein Händler ihn unterbietet.

Wunschpreis festlegen und benachrichtigt werden, sobald er erreicht ist.

So funktioniert der Preisalarm

Wie erkenne ich Fake-Shops am Black Friday?

Neben übertriebenen Rabatten gibt es echten Betrug: Shops, die Ware anbieten, aber nie liefern. Die Verbraucherzentralen warnen, dass die Gefahr an Rabatt-Tagen besonders groß ist. Drei Hinweise von Verbraucherschützern helfen:

  • Shop prüfen: Mit dem kostenlosen Fakeshop-Finder der Verbraucherzentralen lässt sich die Adresse eines Onlineshops auf typische Merkmale von Fake-Shops prüfen.
  • Impressum ansehen: Ein fehlendes Impressum ist laut Verbraucherzentrale Bayern oft ein deutlicher Hinweis auf einen betrügerischen Shop.
  • Vorsicht bei Vorkasse: Die Verbraucherzentrale warnt vor Angeboten, bei denen per Vorkasse bezahlt werden soll.

Was gilt bei Eigenmarken und Exklusivmodellen?

Bei Eigenmarken und Modellen, die nur ein Händler führt, fehlt der direkte Preisvergleich mit anderen Shops. Dann bleiben zwei Anhaltspunkte: der Preisverlauf beim selben Händler und der Vergleich mit technisch ähnlichen Produkten anderer Marken.

Wann ist ein Angebot wirklich gut?

Kaufen oder warten?
Pros
  • ✓Der Preis liegt klar unter dem Preis der letzten Wochen.
  • ✓In zwei Preissuchmaschinen findest du kein günstigeres Angebot.
  • ✓Das Produkt stand schon vorher auf deiner Wunschliste.
  • ✓Versandkosten und Rückgabe sind geklärt.
Cons
  • ✗Der Rabatt bezieht sich nur auf die UVP.
  • ✗Der Preis war vor kurzem schon einmal genauso niedrig.
  • ✗Du kaufst vor allem wegen eines Countdowns.
  • ✗Der Shop ist dir unbekannt und verlangt Vorkasse.
Black Friday 2026: Datum, Black Week und Cyber Monday

Alle Termine und was Preisstudien über die echte Ersparnis sagen.

Was ist ein Mondpreis? ⌄
So werden überhöhte Vergleichspreise genannt, die kaum ein Händler tatsächlich verlangt. Die Verbraucherzentrale verwendet den Begriff für unverbindliche Preisempfehlungen, die als Bezugsgröße für Rabatte dienen.
Sind Black-Friday-Angebote wirklich günstiger? ⌄
Die Mehrheit ja, aber meist nur leicht. Laut idealo waren am Black Friday 2024 rund 73 Prozent der untersuchten Produkte günstiger als im Vormonat, im Schnitt um 7 Prozent.
Welcher Vergleichspreis muss bei einer Preissenkung angegeben werden? ⌄
Nach § 11 der Preisangabenverordnung der niedrigste Gesamtpreis, den der Händler in den letzten 30 Tagen vor der Preisermäßigung von Verbrauchern verlangt hat.
Darf ein Händler mit der UVP als Streichpreis werben? ⌄
Das beurteilen Gerichte laut Verbraucherzentrale unterschiedlich. Zuletzt hat das OLG Köln eine solche Gegenüberstellung als zulässig bewertet.
Werden Preise vor dem Black Friday erhöht? ⌄
Laut guenstiger.de waren 2024 rund 24 Prozent der untersuchten Produkte am Black Friday teurer als im Vormonat. Ob ein Preis gezielt angehoben wurde, zeigt nur der Preisverlauf des einzelnen Produkts.
Wie erkenne ich einen Fake-Shop? ⌄
Prüfe die Adresse im Fakeshop-Finder der Verbraucherzentralen, achte auf ein vollständiges Impressum und sei vorsichtig, wenn nur Vorkasse angeboten wird.

Quellen

  1. Schnäppchenjagd zu Singles Day, Black Friday und Cyber Monday — Verbraucherzentrale Niedersachsen, 2026-05-18
  2. Idealo-Analyse: Bei diesen Produkten lohnt sich der Black Friday wirklich — t3n, 2025
  3. Preisstudie: Zwei Drittel der Produkte am Black Friday günstiger — onlinemarktplatz.de
  4. Schnäppchenjagd: Immer geringere Rabatte am Black Friday — Lebensmittel Praxis, 2025-10-22
  5. Black Friday: Mehr Schein als Sein? — Euronews, 2025-11-28
  6. Preisermäßigung für Waren: Neue Pflichten ab dem 28.05.2022 — IT-Recht Kanzlei
  7. Grundpreis/Angebote: Auszeichnungschaos wegen Preisangabenverordnung — PTA IN LOVE
  8. Tipps zur Rabattschlacht: Black Friday – Ruhe bewahren und clever shoppen — Stiftung Warentest
  9. Black Friday und Cyber Monday: Ersparnis ist minimal — Nordkurier
  10. Black Friday: So gelingt die Schnäppchenjagd – Tipps von Verbraucherschützern — PC-WELT
  11. Black Friday: Warum man oft nichts spart — Stuttgarter Zeitung